Nicht egal
Ein weiterer Club auf Gayromeo bringt HIV-Negative zusammen, die Lust auf Sex ohne Kondom haben. Und lädt ausdrücklich auch HIV-Positive ein. Das ist in jeder Hinsicht perfide.
Ein weiterer Club auf Gayromeo bringt HIV-Negative zusammen, die Lust auf Sex ohne Kondom haben. Und lädt ausdrücklich auch HIV-Positive ein. Das ist in jeder Hinsicht perfide.
Die CSD-Organisatoren in Manchester drehen an der Preisschraube. Vom 22. bis zum 25. August 2008 kostet der Zugang zum Gay Village bis zu 22,50 Pfund – und damit 50 Prozent mehr als im Vorjahr. Und das, obwohl der letzte Gay Pride rund 95.000 Pfund für wohltätige Zwecke einspielen konnte – 20.000 Pfund mehr als im Jahr davor. Über die seltsame Preispolitik in Manchester wundern sich auch andere. Die alte Überschrift “Manchester: CSD fürn Zehner” gilt jedenfalls als überholt.

“Bounty Killer”-Plakat zum Münchner Auftritt Patois muss eine ausgesprochen missverständliche Sprache sein. “We blaze it for you stinky chi chi man and parasite. Jamaica never mek fi dem and spoil we paradise” sei keinesfalls schwulenfeindlich, sagen die Anhänger des jamaikanischen Dancehall-Stars Bounty Killer. Andere sehen in diesen und ähnlichen Passagen eine öffentliche Aufforderung zu Straftaten und erstatten Anzeige. “Wir entfachen ein Feuer für euch stinkende Schwuchteln und Parasiten. Jamaika wird niemals zulassen, dass ihr unser Paradies beschmutzt” klingt in der Tat nicht harmlos. Gestern gab der Musiker ein Konzert in München. Trotz Einreiseverbot. Den ganzen Beitrag lesen »

Foto: stock.xchng Knapp zwei Jahre ist es her, da rauschte eine ungewöhnliche Meldung durch die Medien: Der Vatikan überlege, in bestimmten Fällen das Kondomverbot zu lockern. Verheirateten HIV-Positiven solle erlaubt werden, beim ehelichen Sex verhüten zu dürfen, um ihren Partner nicht zu infizieren. Die Vorgänge in Fulda zeigen: Die inoffizielle Absichtserklärung der katholischen Kirche war reine Heuchelei. Den ganzen Beitrag lesen »

Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Berlin Die katholische Kirche ist ganz offiziell ein Tendenzbetrieb. Damit darf sie eine Reihe von Regelungen aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz ignorieren, ohne dafür juristisch belangt zu werden. Mitarbeitern kündigen, die eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen? Kein Problem! Geschiedene Alleinerziehende von Bewerbungen ausschließen? Erlaubt! Überhaupt darf die katholische Kirche – eine der größten Arbeitgeberinnen Deutschlands – nach Herzenslust ihre Angestellten diskriminieren, weil es das Gesetz, das sich eigentlich gegen Diskriminierung wenden soll, explizit zulässt. Wer könnte also besser den ersten Antidiskriminierungskongress eröffnen als ein Vertreter der katholischen Kirche? Der LSVD sieht den Bock zum Gärtner gemacht – und regt sich auf.