
Die kubanische Flagge Unter ihrem Onkel Fidel Castro kamen homosexuelle Männer ins Arbeitslager. Jetzt darf der Vater ran, und das bedeutet Hoffnung für Kubas Schwule. Denn Die Nichte des Comandante, Mariela Castro, ist eine engagierte und moderne Sexologin, die ihren Vater und neuen Staatschef Raúl Castro fortlaufend auf den neuesten Stand in Sachen Sex bringt. Schreibt cicero.
Nachtrag
Schon im Juni 2008 soll in Kuba ein Gesetz verabschiedet werden, das Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender vor Diskriminierung schützt. Gleichzeitig werde die “eingetragene Lebenspartnerschaft” möglich. Details kennt die Berliner Umschau – dort führt man den Fortschritt auf Mariela Castro zurück.

Symbolfoto - Quelle: pixelio.de Schon über ihren Namen vermitteln Szenetreffs eine Ahnung, wen sie erreichen wollen. Im “Bikers“, “Chains“, “Hands” oder “Boots” kann man man sich bestimmt auch als Enddreissiger noch jung fühlen. “Why Not” oder “Coming Out” sind vielleicht unkomplizierte Bars mit etablierter Deko. “Taty’s” weckt Assoziationen eines tuffigen Clubs für ölige Junghuschen mit Glitzergel. “Mumu” soll eine neue Bar in Köln heißen. Ich sehe hysterische Mittelstands-Kids und blondierte Föhnwellen mit ungesundem Hang zu Alkohol. Ich werde natürlich hoffentlich eines Besseren belehrt.

“Bounty Killer”-Plakat zum Münchner Auftritt Patois muss eine ausgesprochen missverständliche Sprache sein. “We blaze it for you stinky chi chi man and parasite. Jamaica never mek fi dem and spoil we paradise” sei keinesfalls schwulenfeindlich, sagen die Anhänger des jamaikanischen Dancehall-Stars Bounty Killer. Andere sehen in diesen und ähnlichen Passagen eine öffentliche Aufforderung zu Straftaten und erstatten Anzeige. “Wir entfachen ein Feuer für euch stinkende Schwuchteln und Parasiten. Jamaika wird niemals zulassen, dass ihr unser Paradies beschmutzt” klingt in der Tat nicht harmlos. Gestern gab der Musiker ein Konzert in München. Trotz Einreiseverbot. Den ganzen Beitrag lesen »

Verzaubert Filmfestival Hollywood-Darling Rupert Everett im Fummel. Der schweinegeile Mr. Leather 2004, Philipp Tanzer, als Teil einer Doku. Und eine lesbische Schauspielerin, die für die Rolle ihres Lebens konsequent den Kerl geben muss. Dazu die heiß begehrte Gay Propaganda Night mit 151 Minuten voll schwulem Lebensgefühl: Das queere Verzaubert-Filmfestival scheint wieder tolles Kino zu bieten. Wird höchste Zeit, mein Englisch aufzumöbeln.

Foto: stock.xchng Knapp zwei Jahre ist es her, da rauschte eine ungewöhnliche Meldung durch die Medien: Der Vatikan überlege, in bestimmten Fällen das Kondomverbot zu lockern. Verheirateten HIV-Positiven solle erlaubt werden, beim ehelichen Sex verhüten zu dürfen, um ihren Partner nicht zu infizieren. Die Vorgänge in Fulda zeigen: Die inoffizielle Absichtserklärung der katholischen Kirche war reine Heuchelei. Den ganzen Beitrag lesen »

Spartacus 1999 Ach, Spartacus. Dein erstes Exemplar habe ich gekauft, als Webseiten aus Times New Roman bestanden und der Browser “Mosaic” hieß. Damals waren Bücher noch Nachschlagewerke, und das Handy taugte gerade zum Telefonieren. Du warst schwer, das machte Dich wichtig. Du warst weltgewandt, das machte Dich interessant. Viele Seiten mit unzähligen Adressen und Bewertungen aus aller Herren Länder: Du warst mein Kompass in der schwulen Szene von Amsterdam bis Zürich, von Amerika bis Zypern. Meinen letzten Umzug vor einigen Jahren hast Du nicht mehr überlebt. Den ganzen Beitrag lesen »

Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Berlin Die katholische Kirche ist ganz offiziell ein Tendenzbetrieb. Damit darf sie eine Reihe von Regelungen aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz ignorieren, ohne dafür juristisch belangt zu werden. Mitarbeitern kündigen, die eine eingetragene Lebenspartnerschaft eingehen? Kein Problem! Geschiedene Alleinerziehende von Bewerbungen ausschließen? Erlaubt! Überhaupt darf die katholische Kirche – eine der größten Arbeitgeberinnen Deutschlands – nach Herzenslust ihre Angestellten diskriminieren, weil es das Gesetz, das sich eigentlich gegen Diskriminierung wenden soll, explizit zulässt. Wer könnte also besser den ersten Antidiskriminierungskongress eröffnen als ein Vertreter der katholischen Kirche? Der LSVD sieht den Bock zum Gärtner gemacht – und regt sich auf.
Der Kölner liebt seine Stadt. Und der schwule Kölner sieht sich zweifelsfrei im homosexuellen Mittelpunkt der Republik. Was liegt da näher, als beide Haltungen in einer Hymne zu vereinen? Herausgekommen ist ein Lied, das inzwischen allerdings die Qualität eines geträllerten Nachrufs besitzt. Den ganzen Beitrag lesen »

Manchester, Canal Street 2007 Fast wie damals: Kaum treten Homosexuelle in die Öffentlichkeit, werden umgehend Straßensperren errichtet und Polizeikontrollen durchgeführt. In Manchester passiert das allerdings nicht gegen den Willen schwul-lesbischer Aktivisten, sondern auf deren Betreiben. Zum “Manchester Pride” wird der Zutritt zum Gay Village durch Sicherheitskräfte strikt abgeriegelt. Nur wer das richtige Armband trägt, darf passieren. Alle anderen werden an umliegende Kassenhäuschen verwiesen. Den ganzen Beitrag lesen »
Schön, dass der WDR schon jetzt weiß, wie der Kölner CSD wird:
Auch 2007 überwiegen die Fressbuden, Bierstände, Regenbogen-Souvenirläden und Airbrush-Tattoo-Stände – und längst gehen auch auf der Parade, die einst als Protestdemonstration gegen Verhaftungen und Diskriminierung von Schwulen und Lesben im New York der 50er Jahre begann, die politischen, gesellschafts- und sozialkritischen Slogans in lauter House-Musik unter. Vorab-Info zur Reportage “Christopher Street Day 2007″ (Auszug)
Es geht doch nichts über eine unvoreingenommene Presse. Und wieso eigentlich 50er-Jahre? Stonewall war 1969.