Nachruf in Noten
Der Kölner liebt seine Stadt. Und der schwule Kölner sieht sich zweifelsfrei im homosexuellen Mittelpunkt der Republik. Was liegt da näher, als beide Haltungen in einer Hymne zu vereinen? Herausgekommen ist ein Lied, das inzwischen allerdings die Qualität eines geträllerten Nachrufs besitzt. “Der geilste Arsch der Welt” erschien 1994 von Stefan Runge und Claus Vincon und ist bis heute unvermeidbarer Bestandteil vieler Parties (Hörprobe). Über sieben Strophen plus Refrain hinweg wird pure kölsche Lebensfreude in schlichten Schlagerpop gepackt – doch das Ende steckt voller Leichen:
[...] Quo Vadis oder Park,
Auch Schulz und Chains, Agrippabad,
Ob Badehaus, ob Stiefelknecht,
Ins Buschwindröschen jetzt erst recht.
Elinor’s und Gloria,
Und Teddy Treff, bleib einfach da,
Hier geht das Licht nicht aus.
Dort leuchtet schon lange nichts mehr. Den kompletten Text gibt es hier.
schade das es geschlossen hat ich habe 2gute freunde durch das timp gewonnen fine de cologne uns swanni
wera | 6. Juli 2008 13:19 Uhr | #